Tagebuch der Freizeit auf dem Ognon 2003

Mitfahrer/innen:

Sebastian Anderke
Sascha Bergmann
Nora Butenschön
Viola Debus
Tim Feldkamp
Inga Gehrke
David Glüer
Jonathan Klein
Anna Kruip
Philip Lindmüller
Nora Rugenstein
Christopher Schulz
Daniel Seehausen
Hendrik Seehausen
Leonie Sterthoff
Marie Straube
Lisa Weigelt
Kathrin Oldag
Katrin Niemann
Thomas Gleitz

Donnerstag, 10.7.

Nachdem wir nach elf Stunden Fahrt endlich am richtigen Campingplatz ankamen, stellten wir mit Erschrecken fest, dass der Ognon leider zur Zeit nicht viel Wasser führt. Also sind wir zu einem nächsten Campingplatz gefahren, auf dem wir jetzt noch immer sitzen. Die Fahrt an sich war ganz in Ordnung. Es war zwar ziemlich warm, aber lustig. Auf der Autobahn kam auch keine Langeweile auf. Es gab genügend fahrbare Untersätze, über die man feiern konnte. Ein Motorradfahrer bei dem ein Teddy zum Abschied gewunken hat und ein LKW mit der Aufschrift "Brummikummer-Service-Nummer". Nachdem wir rasch die Zelte aufgebaut hatten, gings ins kühle Nass. Es war echt funny. Anschließend belagerten wir die Duschen, die wir fanden. Nachdem dieser Akt erfolgreich überwun-den war, gings zum gemeinsamen Abendessen. Wir haben nichts gekocht. Katrin (die rote) zauberte einen leckeren Biosalat. Vorzüglich!!! Anschließend hielten wir den gemeinsamen Abendgottesdienst. Sascha, Nora (die alte) und ich erledigen dann mit erstaunlich viel Freude den Abwasch. Jetzt sitzt ein Teil der Truppe im Kreis und lauscht Thomas Stimme, die den Inhalt des Buches "Wintersonnenwende" verkündet. Gut, der Rest sucht sich irgendein Plätzchen zum Kartenspielen oder einfach nur zum Quatschen. So, will jetzt noch zuhören und zusammen mit Inga und der alten Nora meine Schokolade löffeln. Bonnenuit!
Lischen
Freitag, 11.7.

Etappe: Villersexel - Bonnal, 12 Kilometer

[Campingplatz in Bonnal sehr groß und ca. 3x so teuer wie alle anderen]
Nachdem wir alle mehr oder weniger gut geschlafen hatten, fingen wir an zu frühstücken. Wie auch im letzten Jahr gab es Müsli mit verschiedenen Obstsorten (Äpfel, Bananen, Birnen). Danach packten wir alles zusammen. Lisa musste ihren großen Seesack opfern, damit sie, Inga und ich unsere Sachen trocken im Boot verstauen konnten! Als alles abgebaut und verladen war, fuhren Thomas und Katrin zum nächsten Campingplatz. Wir sitzen gerade hier und waren auf ihre Rückkehr. Dann kann unsere erste Tour auf dem Ognon endlich beginnen!
Nora R.
Als ich aus meinem Schlaf erwachte, war es 7 Uhr, ich zog mich fix an und sah aus der Zelttür. Die ersten liefen schon eifrig rum, um möglichst schnell beim packen zu sein, nur Thomas saß gemütlich neben dem Gaskocher und trank in Ruhe seinen "geliebten" Tee. Nach gewisser zeit trafen wir uns dann zur Morgenrunde. Wie letztes Jahr gab es Müsli mit H-Vollmilch und Obst, alle nahmen reich-lich, damit sie alle die erste Tour heile überstehen können. Um ca. 10:15 ging's dann endlich los, leider erst so spät, weil Thomas und Katrin ja die Autos noch zu dem nächsten Campingplatz fahren mussten. Nach etlichen Wehren, die wir alle fahren konnten und ein paar "Dschungel-Besuchen" (soll heißen, dass der Flusslauf von Bäumen und Büschen "verwachsen" war), kamen wir um ca. 13:15 zu unserer ersehnten Mittagspause. Es gab Brot mit Käse und Wurst und die Stimmung in der Gruppe war ganz locker. Um 14:45 erreichten wir wieder einmal ein Wehr - doch eine war besonders: wir konnten es nicht befahren, d.h. wir mussten das erste Mal auf der Kanufreizeit 03 umtragen. Nach kurzer weiterer Strecke erreichten wir den Campingplatz und gingen erst Mal in den benachbarten See zum Baden. Dort verlor Nora ihren Schuh im Wasser. Aber nach einer halben Stunde Suche haben wir ihn wiedergefunden, dann ging ich zum Duschen und nun liege ich hier und sehe verschiedenen Leuten bei verschiedenen Sachen zu.
Sascha
Nachdem der eine Bus zum anderen Campingplatz gebracht worden war, paddelten wir los. Der Fluss hatte einige Wehre, die aber leicht zu durchfahren waren. An einer Stelle hingen Äste über dem Fluss und wir mussten direkt darunter durch, denn in der Mitte des Flusses war eine Insel. Christoffer, Philip "Froschi" und ich lehnten uns zur Seite, um den Ästen auszuweichen, was sich aber als schlechte Idee herausstellte. Denn wir kenterten. Wir wurden total nass. Philip zog seine Hose aus und fuhr in seiner Boxershorts mit Froschmotiv weiter. Als wir beim Campingplatz ankamen, sahen wir, dass Thomas den falschen Bus zum Campingplatz gebracht hat. [d.h. die Zelte konnten nicht sofort aufgebaut werden]. Dann sind wir alle in einen See zum Baden gegangen. Nach dem Baden fuhren ein paar Leute noch mit den Kanus. Dann kamen die Franzosen vom anderen Campingplatz und der eine hat Sebastian geschlagen. Zum Abendessen gibt es Kartoffeln mit Quark.
Tim
Heute habe ich zum zweiten Mal meinen Badelatschen verloren. Während Lisa und Sascha an dem Ort warteten, an dem ich glaubte, den Latschen verloren zu haben, gingen Jonathan und ich zum Bademeister. Nachdem wir ihm kurz - auf französisch! - die Situation erklärt hatten, versprach er, uns in zehn Minuten Brillen zu geben. Es dauerte mehr als 10 Minuten, bis er uns die Brillen gab und so hatten wir die Suche schon - vergeblich - angefangen. Mit den Brillen ging es dann auch nicht besser, da man nur in einem Umkreis von ca. 5 cm etwas sehen konnte. Aber nach langer Suche wurde mein Badelatschen endlich gefunden und ich war überglücklich (denn die Badschuhe gehören meiner Mutter).
Nora R.
Heute war der erste Tag unserer Kanutour. Da ich vorher noch nie so wirklich Kanu gefahren bin, hatte ich am Anfang etwas Probleme, doch das war nach dem ersten Kilometer vorbei. Es war ganz schön heiß und ziemlich anstrengend, aber zum Glück sind wir nie gekentert. Gegen halb vier oder so nach 12 Kilometern Fahrt sind wir auf unserem Campingplatz angekommen. Jonathan, Philip, Sascha, Marie, Vio und ich spielten erst mindestens eine Stunde Karten. Zum Abendessen gab es Kartoffeln mit Quark, dann gingen wir Tischtennis spielen, wo wir einen Schweizer kennen lernten, der dauernd gegen Jonathan verlor. Als er sich vorstellte, verstanden wir alle "Trevin", aber er hieß wohl Kevin. Jetzt haben wir gerade unserer Tagessprechrunde beendet, es ist ungefähr halb zehn. Ich geh jetzt zu den anderen Karten spielen.
Anna

Samstag, 17.7.

Etappe: Bonnal - Montbozon, 16 km

Nach einer super Nacht auf ebenem Boden ohne Stöcker und Steine, in einem echt super aufgebauten Zelt - Lob! - und nach einem kraftspendenden leckeren Müslifrühstück packten wir erneut unsere Klamotten zusammen und die Zelte ab. Mit reichlich Energie des vorher verdünnt getrunkenen Kaffees verstaute Katrin das Gepäck mit großem Erfolg im Wagen. Thomas und Katrin sind jetzt losgefahren und wir sitzen hier auf gepackten (See-)Säcken und warten.
Lischen
Es ist jetzt schon 10:19 und wir warten auf Katrin und Thomas, die die Busse zum nächsten Campingplatz fahren. Es ist sooo heiß! Wenn's jetzt schon kaum auszuhalten ist, wie wird es dann mittags? Wir sind alle (zumindest ich) ziemlich müde, obwohl ich diese Nacht besser geschlafen habe als vorige. Das Frühstück hat uns ein wenig Kraft gegeben. Hoffentlich kommen Katrin und Thomas bald!
Anna
Katrin und Thomas kamen gegen 10:45 und wir sind dann losgepaddelt. Bis zum Mittagessen war die Fahrt eigentlich ereignislos. Wir haben nur die Bekanntschaft mit Steinen, herabhängenden Ästen, Baumstämmen (überm und unterm Wasser), aber auch mit einem Fischreiher und Schwänen und Anglern gemacht. Das erste größere Problem gab es, als wir zu unserer Mittagessenwiese kommen sollten. Die lag nämlich etwas über dem Wasser. Aber nichts passierte. Nach dem Essen haben wir uns mit Thomas eine Kalksteinhöhle angeguckt. Es war kalt, eng, matschig, glitschig, aber auch cool. Die Weiterfahrt war ereignisreicher. Ein Boot ist mit Wasser vollgelaufen (Philip, Tim, Christoffer). Loch! Wirklich heikel wurde es dann beim nächsten Wehr. Die meisten, besonders die, die vorne saßen (also auch ich) sind beim "Rutschen" nass geworden. Bei der zweiten Rutsche bekam ein Boot (Marie, Viola, Anna) eine schöne Delle. (Thomas konnte sie am Campingplatz entfernen).
Wir sind dann zügig zum Campingplatz gefahren. Dort mussten wir noch mal "rutschen" (harmlos) und die Boote ans Ufer ziehen. Leider war unser Platz an der anderen Uferseite und während Thomas und Katrin das andere Auto holten, haben wir die Boote ans andere Ufer geschafft. [Auf dem eigentlichen Campingplatz war kein Verantwortlicher zu erreichen, deshalb sind wir auf das Gelände der Kanuschule umgezogen.] Jetzt stehen die Zelte (ich habe mich durchs Schreiben geschickt gedrückt). Ich freue mich schon aufs Essen.
Inga
Als wir endlich gegen 10:45 lospaddelten, war es noch nicht so heiß, man konnte es also gut aushalten! Zuerst war die Paddelei voll easy und nichts besonderes geschah. Als wir dann zum Mittagessen stoppten, war es schon etwas wärmer geworden, aber es war total angenehm! Wir aßen Brot mit Käse und Salami. Dort im Felsen befand sich auch eine Höhle! Ein paar Leute (darunter auch ich) gingen auch hinein und wollten sie erkunden! Es war ein wenig matschig und Jonathan und ich schmierten den Schlamm an uns gegenseitig ab. Als wir dann wieder draußen angekommen waren, sahen wir das wir ziemlich voll gesaut waren. Wir fuhren weiter. Und kurz danach hatten wir (also Vio, Anna und ich) schon unseren sozialen Tag (!), denn Philip, Tim und Christoffer hatten ein Loch in ihrem Kahn und sehr viel Wasser lief hinein. Darum waren wir so sozial und schleppten sie ab. Danach kamen wir dran, wir sollten ein Wehr hinunter fahren, wir wurden auch nicht viel nass, aber wir waren so schlau und hauten eine schöne Beule rein. Haben wir super geschafft!
Nach kurzer Zeit kamen wir dann auch an. Ist voll geil hier! Sitze grad in der Runde, die ein echt schönes Kartenspiel spielen. Werde dann mal mich daran beteiligen. Bis denne, Ciao
Marie
Heute war es sooo heiß! Wir sitzen hier auf dem Campingplatz unter dem Sonnensegel, was die Hitze kaum mindert. Es werden Frikadellen aus Haferflocken gekocht. Vorhin waren wir im Dorf und haben uns in einer kleinen Epicerie Eis gekauft. Leider ist jetzt schon alles aufgebraucht. Es riecht langsam ziemlich nach Essen. Ich hör dann mal auf.
Anna.
Abends, vorm Essen, am 2. Reise-Tag: Kaputt aber glücklich. Also nach der Tour und dem Schlamm-Baden heute bin ich echt richtig kaputt, aber ich bin auch verdammt glücklich! Es ist Spitzen Wetter, und ich mag die Gruppe, ganz ehrlich! Es gibt keinen, den ich nicht mag. Außer die Wespen! So, hab jetzt Hunger!
Gruß Viola
Ich habe heute zwar schon zweimal Tagebuch geschrieben, aber ich schreib trotzdem noch mal. Das Paddeln war heute ganz cool, aber ich fand's auch anstrengend, mehr als gestern. Beim Durchfahren eines Wehres hat sich unser Boot (besetzt mit Viola, Marie und mir) leider eine Delle geholt, weil wir mit voller Wucht gegen einen großen Stein fuhren. In der Mittagspause passierte mir auch etwas "Tolles". Thomas hatte eine Höhle entdeckt. Wir gingen rein, und als ich wieder rauslief, lief ich mit voller Wucht gegen einen Zaun (zum Glück kein Stacheldraht!) wurde zurückgefedert und prallte mit voller Wucht auf den Waldboden. Aber ich glaube, es sah schlimmer aus als es war. Eben waren wir schwimmen und die fiesesten waren - ihr habe es wahrscheinlich schon erraten - Jonathan und David. Sie schubsen Vio und mich ständig die Rutsche runter, bis wir zum Duschen flüchteten.
Anna

Sonntag, 13.7.

Etappe: Montbozon - Rigney, 30 Kilometer

Heute, als Thomas und Katrin vom Autoumfahren wiederkamen, erfuhren wir, dass wir 29 km vor uns hatten. Nach diesen Kilometern würden wir den Campingplatz erreichen. Nach dem zweiten Wehr mussten wir das grüne Boot, mit Philip, Christoffer und Tim, abschleppen, da es wieder zwei(!) Löcher hatte. Philip fuhr dann bei Thomas mit und Tim bei uns. Sascha und Jonathan fuhren das grüne Boot , das jetzt eher einer Badewanne glich. Nach der Pause kam ein sehr steiles Wehr, bei dem unsere Bootsspitze tief unter Wasser tauchte. Wir wurden sehr ! nass. Das grüne Boot, das wir "Pechvogel" tauften, lief dabei so voll, das es ausgekippt werden musste.
Ca. 10 km später kenterten zwei Boote (Pechvogel mit Sascha und Jonathan und Verdi mit Inga, Nora (groß) und Lisa) an einem Zweig, der an einer Stromschnelle übers Wasser hing. Bei einer anderen Stromschnelle kenterte noch das Boot mit Kathrin, Sebastian und Daniel. Vier Kilometer vor unserem Ziel wollten viele (leider nicht genug) eine Pause machen. Jetzt gibt es gleich Abendbrot auf einem nicht so tollen Campingplatz.
Das ist noch geschmeichelt, da es kein warmes Wasser gibt und alles nach � stinkt. Insgesamt war es ein ereignisreicher, anstrengender, heißer, aber trotzdem toller Tag! Ciao
Leonie & Nora
Heute Morgen mussten wir unsere Utensilien zügig zusammen packen, denn es hieß, dass wir heute eine Strecke von 30 Kilometern zurück legen werden. Kurz nach dem Start kamen einige untiefe Stellen. Direkt nach dem Passieren eines Wehres merkten Philip, Christoffer und ich, dass der Flicken sich gelöst hat und noch ein Loch dazu gekommen ist. Später gingen wir unter. Jonathan und Sascha übernahmen unser Boot und Christoffer, Philip und ich wurden auf andere Boote aufgeteilt. Kurze Zeit später hat dann Hendrik bei Sascha und Jonathan das Boot ausgeschöpft. Als wir dann am Campingplatz eingelaufen waren, mussten wir mit Schrecken feststellen, dass es Stehklos gibt.
Tim
Herzallerliebstes Reisetagebuch! (*schmacht*) In tiefer Demut vor dir widme ich folgende Zeilen dem armen Boot "Pechvogel", das Sascha, ich und Marie bzw. Hendrik steuern durften. Der heutige Tag war sehr anstrengend. Sascha und ich übernahmen das von Philip, Christoffer und Tim fast zu Schrott gefahrene Boot, das später Pechvogel genannt wurde. Wir gingen frohen Mutes an die Arbeit, stellten aber irgendwie fest, dass wir dauernd Wasser im Boot hatten. Wahrscheinlich kam dies von den Lecks, deretwegen wir das "Boot" (so konnte man es eher als Badewanne bezeichnen) übernommen hatten. Also leerten wir im �-Stunden-Rhythmus das Boot aus und paddelten gelegentlich mit privatem Swimmingpool. Also kenterten wir in einer Kurve erst mal, um ein bisschen Abwechslung in die Sache zu bringen. Dabei bretterten uns Nora, Lisa und Inga erst mal hintendrauf, wobei sie uns im Wasser Gesellschaft leisteten, nachdem ich ihr Boot ins Kreuz gekriegt habe. Danach legten Sascha und ich uns einen Sklaven, Hendrik, zu und der schöpfte jetzt das immer mehr werdende Wasser aus dem Boot. Nach einer Stunde wurde er durch eine Sklavin abgelöst und die � na ja, sagen wir es so � sie wollte streiken, doch dann sagten wir Marie, sie müsse zu ihrem vorherigen Boot zurück, wenn sie nicht ordentlich schippen würde. Dann wurde sie ruhig. Gegen sechs Uhr kamen wir an. Herzliche Grüße, dein untertänigst ergebener
Jonathan
Gleicher Tag, gleicher Abend: Ich glaube, es ist der erste Urlaub meines Lebens, da ich dem Naturellen, eher der Umwelt, so nah bin. Ich hatte noch nie einen Eisvogel in der Natur gesehen. Und als ich lange genug, samt Klamotten, im Fluss gesessen hatte, ich war ziemlich kaputt, kamen viele kleine fische, erst langsam, die einen anfressen, kitzelten und für natürlich nehmen. Sie haben keine Angst. Wenn ich das so aufschreibe, klingt das irgendwie ziemlich � bescheuert, aber es hat mich ehrlich gesagt ziemlich beeindruckt! Und Spinnen, liebes Mariechen, beißen nicht, jedenfalls hier in Frankreich! Merk's dir!
Viola

Montag, 14.7.

Etappe: Rigney - Cromary, 21 Kilometer

[Anders als im DKV-Führer angegeben ist das Wehr vor Cromary nicht fahrbar, die Bootsgasse ist eingestürzt]
Ich sitze im Auto und schreibe Tagebuch. Die Sonne scheint, wir sind gerade mit Frühstücken fertig geworden. Jetzt bauen alle die Zelte ab. Nur Sascha, David und ich nicht, wir haben das Ding schon vorher in den Zeltsack gestopft. Heute Nacht kamen so um vier Uhr französische Jugendliche auf Motorrädern angefahren und warfen von der nahe gelegenen Straße Steinchen und pöbelten (auf französisch). Da wir jedoch keinerlei Reaktion zeigten, weil wir entweder zu müde oder gar nicht erst aufgewacht waren, zogen die Typen mit Gehupe und Gebrumme ab. Ich nehme an, sie fanden uns langweilig. Heute ist französischer Nationalfeiertag wegen des Sturms auf die Bastille (14.7.1789 *prahl rum*). Da gab's dann ein mehr oder weniger tolles Feuerwerk im Dorf und wir beobachteten es beim Vorlesen. Das Vorlesen war aber weitaus spannender. So, jetzt hat mich Thomas aus dem Bulli geschmissen, weil ich im Weg saß und weil ich keine Lust habe, draußen in der knallenden Sonne zu schreiben, höre ich jetzt auf. Bis dann,
Jonathan.

Heute sind wir "nach Flussführer" 21,5 Kilometer gefahren. Am Anfang bin ich mit Thomas gefahren und wir haben viele Eisvögel und Reiher gesehen und auch zwei Haubentaucher. Am ersten Wehr mussten wir alle treideln und dann sind wir weiter gefahren. Das zweite Wehr ist nicht erwähnenswert. Aber beim dritten Wehr sind viele ins Wasser gefallen, z.B. Sascha und Jonathan sind die Bootsrutsche runtergerutscht. Ich bin auf einem Stein ausgerutscht und Viola hat sich sehr weh getan und musste zu Thomas ins Boot. Da haben wir uns nassgespritzt und Tiere-Raten gespielt. Ich fand den Tag insgesamt sehr gut!
Philip
Selber Tag, am Abend: Ja, ich hab mir sehr, sehr weh getan! Diese doofe Bootsrutsche. Hab keine Ahnung woher die Schmerzen kommen, hab' nen paar Kratzer am Rücken und am Bein und am A...fter. Das Duschen tut auch weh, na, mich ich halt durch� Hatte ja auch was, verhältnismäßig kleines, Gutes: Ich durfte bei Thommy mitfahren und musste nicht mehr paddeln. Ich glaube, es sind auch alle genauso kaputt wie ich! Is ne ziemlich träge Stimmung hier. Gleich kommt die Abendrunde. Ciao, liebes Tagebuch!
Viola

Dienstag 15.7.

Etappe: Cromary - Genouille, 12 Kilometer

Bäppi Hörsday, Mariechen!

Die hat nämlich heute Geburtstag und durfte sich über ein anständiges Ständchen und Geschenke freuen und bedankte sich - ohne "ey".
9:20 Uhr: Von mir auch herzlichen Glückwunsch zum 13., Marie! Lass dich schön feiern! Aber trotzdem bitte beim Zelt auf- und abbauen helfen, ja? Das wär nett. OK. Heute haben wir ja nur eine Mini 8km-Tour vor uns. Bis heute Abend,
Anna
Heute hat ja unser Mariechen Geburtstag. Ich gratuliere ihr hier an dritter Stelle auch noch mal ganz doll. Hoffentlich wird's ein schöner Tag für sie. Sie fährt heute ja in neuer Besetzung mit Inga und Jonathan! Na, mal sehen, wie das klappt! Wir sitzen jetzt gerade alle hier und warten. Thomas und Katrin sind allerdings gerade erst losgefahren, also wird's wohl noch ein bisschen dauern. Sie gehen ja auch noch einkaufen!
Nora
Hey Tagebuch, die sind ale voll LIEB! Find ich echt! Na ja� sitzen hier alle rum und warten auf unsere Anführer. *g* Mmh� also ist auch nichts so tolles passiert. Haben einen tollen Laden hier aber verlassen ja gleich den Platz. Na dann� Bis bald. Gruß und Ciao
Marie
Heute Morgen habe ich mich extra früh aus dem Zelt gepellt, da ich Marie ein Geschenk geben musste. Noch mal: Alles Gute, Marie! Das Frühstück war wie immer gut. Leider mussten wir ziemlich lange auf Katrin und Thomas warten, die doch nicht zum 8km-Campingplatz gefahren sind, da der nicht existierte. Also machten wir eine (ca.) 12-Kilometer Tour. Die Wartezeit haben wir mit Muscheln suchen verbracht. Philip entdeckte dabei sein Talent für Innenarchitektur in Plastikflaschen. Aber als Thomas und Katrin wiederkamen, mussten wir die Muscheln aus ihrer "Villa" rausschmeißen. Die Fahrt war am Anfang ein bisschen beschwerlich, da in unser "Pechvogel"-Boot wieder Wasser kam. Aber Jonathan erwies sich als Multitalent im Fahren und Schöpfen und wir kamen dann gut vorwärts. Die Fahrt vertrieben wir uns mit Prominentenraten und einem Deutschkurs von Jonathan. Dabei wurde es noch nasser im Boot, da wir einige kleine Meinungsverschiedenheiten über die korrekte deutsche Sprache hatten. Aber bei der Hitze (Thomas meinte 36� im Schatten) tat das gut. Scheinbar hatten wir superschnell gepaddelt, denn die angekündigten 18 Kilometer waren superschnell vorbei. Am Campingplatz haben wir uns zwei Boote geschnappt und wollten damit zum nächsten Wehr paddeln, um dort zu baden. Im "Mädchenboot" (7 Leute) war das kein Problem, aber die Jungen waren zu schwer und sind untergegangen. Das Baden war lustig. Aber als wir (Mädchen) zurück wollten, haben die Jungen uns erst mal gekentert: Lustig! Danke! Aber zurückgekommen sind wir trotzdem. Dann bin ich mit Lisa, Marie, Nora (die Jüngere), Tim, Viola, Anna (Sorry Leonie, tut mir leid, dass ich dich vergessen habe) in den Ort. Nachdem wir mehrere Leute nach dem Weg gefragt hatten, (Violas Französischkenntnisse waren echt hilfreich) haben wir eine total überteuerte Boucherie mit Tante-Emma-Laden gefunden und dort eingekauft. Auf'm Campingplatz haben wir Maries Geburtstagskuchen und Süßigkeiten verzehrt. Die Duschen waren leider so warm, dass mir jetzt noch heißer ist. (Auch zu warm zum Weiterschreiben).
Inga
Selber Tag und ungefähr gleiche Uhrzeit. Liebes Tagebuch! Der Tag heute war im großen und ganzen ziemlich ok. Liebe Marie, ich gratuliere dir hier zum 100. mal ebenfalls schriftlich. Ich war auch mit im Ort, auch wenn Inga mich vergessen hat. Nora (die Jüngere) und ich gehen jetzt gleich zu den anderen zum Volley-Ball-Spielen. Die anderen spielen UNO. Ciao
Leonie
An Mariechen, selber Tag! Erst ma, happy Burtstag! Und wer sagt, dass nix Besonderes passiert ist! � Immerhin hattest du einen - echt süßen - Verehrer: Antoine!!! Schon vergessen. Doch da du ja kein Französisch kannst, und, wie gesagt, er ein echter Schnuckel war, wurde den Zweien leider kein Traumpärchen. Also echt, schade, schade, schade! Doch wie wir nicht vergessen wollen, fand Antoine bald Ersatz: Der Glückliche war, dank mir, Jonathan! So fand das Ganze doch noch ein Happy End. Und unser Saschi ist endlich außer Gefahr, vor seinem Joni-Schatz! *lach* Ende gut - Alles gut! Jetzt gibt's Essen! *freu* Gruß
Viola
Immer noch selber Tag: 36� im Schatten! Und da wir eben Volleyball gespielt haben, kommt es mir noch heißer vor. Wie Vio schon erzählt hat, konnten wir heute erstmals unser Schulfranzösisch testen. (Antoines Liebesschwüre für Marie mussten von Vio übersetzt werden). Hat ganz gut geklappt. Jetzt muss ich aufhören, denn es gibt Essen. *mmh*
Anna
War voll der coole Tag, echt! Die Fahrt war voll ok, das Baden war auch voll lustig (grad das Kentern) und das Hin und Her auf dem Platz! Sitzen grad beim Essen. Das war total lecker, really! Aber wen ich am meisten vermisse, ist mein süßer Schatz vom anderen Platz. Oh man, oh man, was soll nur ohne mich werden, ohne ihn? Also was ich noch sagen wollte: 1. Die alle sind voll lieb zu mir. 2. Das Essen ist immer voll lecker! Und 3. Dieser Platz ist echt korrekt (insbesondere die WCs)! *g,g,g,g* Hab euch lieb, Ciao,
Marie
Hi, liebes Tagebuch! So will mich mal extrem kurz fassen:

 

Lischen
Heute war wieder ein schöner Tag. Wir mussten anstatt 8 Kilometer12 Kilometer fahren und es war sehr heiß. Marie wurde heute 13. Wir haben Nudeln gegessen. Es schmeckte sehr gut (Lob). Aber das Wasser ist an manchen Stellen mit Wasserdisteln bewachsen. Wir fanden unser Überzelt nicht wieder. Sebastian und Daniel suchen es schon seit 15 Minuten [Wir haben es schließlich unter einem Mädchenzelt gefunden, die haben einfach darüber gebaut!].
Hendrik

Mittwoch 16.7.

Heute haben wir einen Tag frei gehabt und mussten nicht paddeln. Es gab Frühstück von 7:00 Uhr bis 9:30 Uhr und jeder konnte so lange schlafen, wie er will. Als ich aufgestanden bin, hatte ich wieder Kopfschmerzen und mir war schwindlig. Ich war so ziemlich einer der letzten, die zum Frühstück gekommen sind. Viele haben die Nacht draußen geschlafen. Es war schon morgens wieder sehr heiß und alle außer Hendrik, Sebastian, Daniel, Katrin (die Rote) und mir [sind in den nächsten Ort zum Einkaufen gelaufen. Wir ]sind auf dem Campingplatz geblieben und haben UNO gespielt. Doch plötzlich fing es an zu regnen und alle Sachen, die draußen lagen, wurden nass. Thomas kam zurück, fuhr aber wieder weg, um die anderen aus der Stadt zu holen.
Christoffer
Heute hatten wir einen freien Tag und mussten nicht paddeln. Am Morgen konnten wir aufstehen, wann wir wollten, denn es gab Frühstück von 7-9 Uhr. Ich hatte heute keinen Hunger auf Müsli, deshalb bin ich zusammen mit Hendrik, Sebastian und Philip in das Dorf gegangen und hab mir zwei Schoko Croissants gekauft. Nach dem Frühstück sind alle bis auf Christoffer, Hendrik, Sebastian und mich in die Stadt gegangen (6 Kilometer hin und 6 Kilometer zurück). Wir, die hier geblieben sind, haben UNO gespielt. Beim UNO-Spielen hat plötzlich ein Platzregen eingesetzt, so dass wir schnell unser Überzelt aufbauen mussten. Das haben wir gerade noch geschafft, ohne dass unser Zelt nass wurde. Die Sachen, die draußen waren, wurden alle nass. Pech für die, die draußen geschlafen haben.
Daniel
Heute hat es das erste Mal geregnet. Dummerweise ist es jetzt nach dem Essen noch mindestens genauso heiß wie vorher. Die Leute hier sagen, es hätte seit April nicht mehr geregnet, grausam, sich das vorzustellen! Jetzt gibt es Mittagessen, und da David Melone gekauft hat, gehe ich jetzt schnell mal hin.
Anna
Heute war der erste Ruhetag der Tour. Eigentlich hätten wir ausschlafen können, aber ich bin schon um 7:00 Uhr aufgewacht. Anschließend sind wir zum Super U gegangen. Er war ca. 5 Kilometer entfernt. Auf dem Rückweg kam ein Platzregen und da ich meinen Schlafsack draußen hatte, wurde er nass. Da anschließend aber wieder die Sonne schien, wurde er schnell wieder trocken. Nachdem Regen kam uns Thomas mit dem Auto entgegen, um uns zurück zum Campingplatz zu fahren. Dort aßen wir die erste Hälfte meiner Melone, Mittag und gingen Schwimmen. Nach dem Abendbrot werden wir die zweite Melonenhälfte essen.
David
Liebes Tagebuch! Die meisten spielen Volley-Ball, nur vier, darunter ich, machen etwas anderes als das, z.B. lesen, schreiben, Tee trinken (Thomas) oder sich unterhalten. Der Ball hängt schon wieder im Baum. Der Kugelschreiber, der eigentlich zu dir gehört, ist leider verschwunden. Sebastian, Daniel und Hendrik sind seit ungefähr drei Stunden in der Stadt. Ziemlich lange. Lisa und Marie sind aus dem Dorf wieder da. Ich höre jetzt auf, da ich jetzt ebenfalls Volley-Ball spielen gehe. Ciao
Leonie
P.S. Es war furchtbar heiß und jetzt gegen Abend ist es schwül. Hey Tagebuch, war heute voll cool, denn wir waren in einem Supermarkt! Endlich mal wieder. Danach gingen wir ins kühle Nass. Bin eben mit Lischen bei solchen Luxusvillen gewesen. Spielen alle Volley-Ball, hab aber keinen Bock dazu (heute schon zu viel gespielt). Essen wahrscheinlich bald. Morgen müssen wir wieder paddeln, oh man, *g* Pennen heute wahrscheinlich wieder draußen (also Lischen, Vio, Flippo und ich), Mal schaun! Na dann, Ciao
Marie
Heute Morgen wurde ich durch die anderen geweckt. Denn sie wollten zu einem Supermarkt in einer anderen Stadt. Nach einer anstrengenden Wanderung bei sengender Hitze kamen wir endlich an. Kurz nachdem Thomas unsere gekauften Sachen mit dem Auto zum Campingplatz gebracht hat und wir zu Fuß zurück wollten, fing es an zu regnen. Auf einmal kam Thomas mit dem Auto und nahm ein paar von uns mit. Sascha, Nora, David, Jonathan und ich wollten zu Fuß gehen. Kurze Zeit später nahm Thomas uns auch mit. Zurück auf dem Campingplatz merkte ich, dass mein Schlafsack total nass geworden ist. Vor dem Abendessen machte Lisa mir leider eine Hitler Frisur. Zum Abendessen gab es rote Linsen mit Rührei. Gleich macht mir Lisa eine neue Frisur.
Tim
Immer noch Mittwoch: Heute Morgen bin ich gegen 8:00 Uhr aufgewacht, setzte mich dann zu Thomas und aß, mit ein paar anderen, Müsli und Obst. Nach ca. 9:30 Uhr kamen wir zu dem Entschluss zu dem Supermarkt zu gehen, welcher ca. 5 Kilometer vom Campingplatz entfernt war bzw. noch ist. Um 10:00 Uhr in der Früh gingen wir dann los und nach 50 Minuten Fußmarsch kam die Gruppe an dem lang ersehnten Markt an. Wir "stürzten" uns in den Laden und deckten uns mit Süßigkeiten und Getränken ein. Nach einer halben Stunde Aufenthalt legten wir die Sachen in Thomas Auto und er (Thomas) und Katrin O. fuhren dann wieder zum Campingplatz. Nach kurzer Wegstrecke fing es plötzlich an zu regnen. Es war "zwar nur" ein Schauer, aber dafür trotzdem relativ heftig. Und auf einmal kam Thomas uns auf dem Rückweg entgegen (mit Auto) und nahm den größten Teil der Gruppe mit zum Platz. Zehn Minuten später kam er dann zu den restlichen Rückgängern und nahm sie auch mit.
Zum Mittag gab es wieder Brot mit Salami und Käse. Der Rest des Tages wurde durch Volleyball, Kartenspielen, Quatschen, Lesen und rumfaulenzen verbracht. Zum Abendbrot gab es Rührei mit Linsen-"Suppe - oder Soße". Und nun liege ich hier im Gras und sehe den Mädchen zu, wie sie die Jungen schmücken, frisieren und verunstalten. Wat für nen Jux� alles in allem kann ich sagen, das es ein absolut Hammer-Ruhetag war.
Sascha
Ich hab's doch gewusst: Diese Jonathan ist schwul! TUUSI. Hab ihm gerade ne super-spitzenmäßige Frisur gemacht, und ihn geschminkt. Also wirklich, was so ein wenig Maskara schon bewirken kann� *lach*. Er sitzt grad vor mir, man, man, man!!! Oder besser, frau, frau, frau! Tim beschwert sich, das Maskara klebt angeblich! Männer� Ich fand den Tag echt richtig genial! Ich glaube, wenn wir heute gepaddelt wären, ich wär' tot umgefallen.
Und da, wie ich und viele andere meinen wir ne richtig schöne Gemeinschaft haben, kann man so viele schöne Sachen machen, z.B. Jungen frisieren *grins*. Mariechen und Philip gehen gerade zu unserer eigentlichen Abendrunde a trois! Aber heut' habe ich nicht so die rechte Lust, und außerdem wurde mir gerade von unserer Obertunte eine Massage versprochen! Als Dankeschön, dass ich sein/ihr Coming-Out beschleunigt habe. Hoffe, er macht das mit Gefühl� Bin nämlich total verspannt. Hab' auch nur, trotz Ruhe-Tag, bis 7:15 gepennt. Und heute Mittag, als ich noch mal versucht habe zu schlafen, war's so heiß, dass ich mich eh wie inna Badewanne gefühlt habe, als in einem Bett! Also, lass ich jetzt durchkneten! Ich küsse dich, geliebtes Reisetagebuch! Je t'enbrasse, mon Dieu!
Viola

Donnerstag, 17.7.

Etappe: Genouille - Marnay, 26 Kilometer

[Die Etappe erscheint deutlich länger, die Kanuschule in Marnay empfiehlt, die Etappe zu teilen, in Emagny ist auch ein Campingplatz]
Gestern in der Abendrunde verkündigte Thomas, dass in deutschen Nachrichten angesagt wurde, dass ein Unwetter über uns ziehen würde. Also hieß es Zelte spannen, Sachen zusammen suchen und Boote festbinden. Ich wusste gar nicht, wie viele Sachen ich noch rumfliegen und wie ungespannt das Zelt war. Nach dem Kapitel "Das Zeichen aus Stein" im Buch "Wintersonnenwende" gingen wir ins Zelt (nicht schlafen) und warteten auf das Unwetter. Aber es kam nicht! Nur heute Morgen nieselte es. Als wir aufgestanden waren, machte Daniel Terror, weil andere schon ihre Zelte abbauten. Na, dann will ich mal helfen.
Sebastian
Wir sitzen gerade auf'm Zeltplatz und sind alle mehr oder weniger kaputt. Denn der Tag war anstrengend. Es war heute Morgen noch bewölkt, aber jetzt ist der Himmel wieder blau. Wir sind heute lange, lange gefahren (ca. 7-8 Stunden unterwegs). Zum Glück war es nicht so warm. Die lange Fahrt war dadurch, dass wir in der Gruppe gefahren sind, nicht so schlimm. Es gab die ein oder andere "Rammaktion" (danke an Christoffer, Philip, Viola, Marie und Jonathan für den Spaß) und von "Killing me softly," bis zum "knallroten Gummiboot" haben wir alles gesungen, was uns eingefallen ist. Durch Studentenfutter und Werthers Original gestärkt, kamen wir dann voll fertig am Campingplatz an. Zur Erholung haben wir uns, wie schon morgens, aus Maries Geburtstagsbuch vorgelesen. Wir lagen ziemlich aufeinander (Kopf auf Bauch, und das die halbe Gruppe). Kaum hat einer angefangen zu lachen, haben gleich sämtliche Köpfe und Bäuche gewackelt. Das Buch kam in die "heiße Phase", als es Essen (Kartoffeln, Brokkoli, Blumenkohl mit Soße) gab. Wir lesen wahrscheinlich morgen früh weiter. Gleich ist Abendrunde.
Inga.

Freitag 18.7.

Etappe: Marnay - Pesmes, 25 Kilometer

Es gibt grade "Middach". Wir sitzen auf irgend'ner Kuhwiese. Juchu � gleich kriegen Ingalein, Mariechen und ich ein neues Boot � endlich können wir die Badewanne abgeben, die wir vorher gefahren sind.
Jonathan

Samstag, 19.7.

Heute Morgen konnten wir ausschlafen (ich konnte es leider nicht ganz ausnutzen). Ich fahre heute noch mit ein paar anderen 14 Kilometer bis in die Saone. Aber da gestern nicht gerade Romane geschrieben wurden, noch mal zu gestern. Morgens haben wir unser buch (oder besser Maries Buch) durchgelesen. Ein echt spektakuläres Ende (okay, nicht ganz). Das Fahren war gestern Morgen noch etwas stimmungslos, aber nachdem Jonathan, Marie und ich die Verdi bekommen haben, wurde es lustiger und vor allem leichter. Bald ging es dann auch wieder mit Spritzen und so los. Bei einem Treidel-Wehr sind ziemlich viele baden gegangen (Wir nicht, hihi!). Das Rammen und Spritzen ging fröhlich weiter und Anna, David und Hendrik sind bei einem besonders tollem Manöver gekentert. Den genauen Tathergang kann ich leider nicht schildern, da ich nicht direkt beteiligt war. Aber gelacht habe ich trotzdem (keine Schadenfreude, oder so, nein). Einen krönenden Abschluss bekam der Tag durchs Pizza essen. In einem netten Restaurant (eher eine Mischung aus Restaurant und Imbiss) dicht gedrängt und sehr lecker. Ich habe es gestern sogar geschafft, beim Vorlesen nicht einzuschlafen. So, jetzt ist Schluss, weil Nora auch das Tagebuch möchte.
Inga
Ja, ich wollte das Tagebuch jetzt auch mal haben. Aber ich möchte nicht von heute, sondern von gestern berichten. Nach dem Mittagessen opferten sich Vio, Sascha und ich die "Badewanne" zu übernehmen. Das war aber gar nicht so problematisch, da bei uns kaum Wasser ins Boot lief. Unsere Vorgänger waren wahrscheinlich zu leicht, um so auf das Loch zu drücken, dass nur noch sehr wenig Wasser durchkam. So paddelten wir immer fröhlich an der Spitze. Nur wir ärgerten uns immer gegenseitig. Mittlerweile war ja auch meine liebe Cousine (Lischen) an Bord. Sascha und sie kabbelten sich natürlich gegenseitig. Und irgendwann wurde das alles o heftig, dass Sascha mich nass spritzte. Dass ließ ich natürlich nicht auf mir sitzen und es kam zum Rückschlag. Ich stand auf und stapfte Richtung Sascha. Dabei kippte das Boot in Schräglage und ein Schwung Wasser gelang hinein. Lisa und Sascha schrieen auf. Aber mir war das bisschen Wasser egal. Ich steuerte uns aus dem Busch (in dem wir mittlerweile waren) heraus. Dann fingen Lisa und ich an zu schöpfen. Dabei bekam Sascha eine Ladung ab (von Lisa!!). Seit dem hatte er einen nassen Rücken. Irgendwann waren wir dann wieder bei den anderen. Beim letzen Wehr rutschten wir (Lisa/ich) dann noch mal richtig aus und fuhren dann nass die letzten paar Meter bis zum Endcampingplatz in Pesmes ("Pemm"). Der ist wirklich sehr schön. Jetzt wollen noch ein paar andere Leute lesen und vielleicht auch (ins Tagebuch) schreiben!
Nora
Gleicher Tag 11:45: Jetzt berichte ich von heute. Nach Aufstehen, Frühstücken usw. sind insgesamt neuen Leute um 10:00 Uhr losgefahren. Die Bootsverteilung war:

Doch leider kamen wir nicht so weit. Am (ersten) Wehr, welches eigentlich schon nach 500 Metern kommen sollte, kam eine Ölsperre. Wir sind dann einfach darüber gefahren. Als Thomas dann das erste Boot heruntergelassen hatte, wurde ein Mann sehr ärgerlich. Seine Angel hatte sich in dem Boot verhakt und außerdem sagte er uns, der nächste Flussabschnitt wäre unbefahrbar. Wir, bzw. Thomas redeten mit ihm und heraus kam: Umdrehen und zum Campingplatz zurückpaddeln. Wir zogen die "Verdi" wieder die Bootsrutsche hoch. Dabei nahm sie eine Menge Wasser, die Viola oben am Wehr wieder heraus "schwämmte" (mit dem Schwamm). Am Campingplatz angekommen, bekam Lisa noch ihre Massage. Die meisten der anderen Leute sind in der Stadt. Einige kommen gerade wieder. Ciao
Nora
Der Tag nach der letzten Kanufahrt. Morgen geht es ab nach Hause. Marie, Philip und ich haben wieder draußen gepennt. Heute Morgen waren schon einige Leute früh wach, weil sie mit Thomas 14 Kilometer weiter in die Saone paddeln wollten. Sie sind aber nur drei Kilometer gefahren, weil sie an einem Wehr angeblich nicht weiter durften. Nach dem Frühstück sind Jonathan, Christoffer, Philip, Marie und ich in die Stadt gegangen. Am Nachmittag sind die Mädchen und Jungen mit drei Booten zu einer Badestelle gefahren. Jetzt hocke ich hier, werde von Lisa am Kopf gekrault und habe Hunger.
Tim
18:20 Uhr: Oh man, es ist so heiß! Schon wieder über 30 Grad im Schatten. In den Zelten ist es noch heißer. Alle haben schon die aufblasbaren Isomatten aufgedreht, damit der Druck entweicht. Da ich so einen blöden Sonnenbrand habe, muss ich lange Hose und T-Shirt (bzw. in der Sonne Pullover) tragen. Nora (die alte) wurde vorhin von ihren Eltern abgeholt. Es ist sogar zu heiß zum Schreiben, deshalb höre ich jetzt auf. Ciao
Leonie
Wie Leonie schon schrieb, ist es echt unmenschlich heiß (Thomas schätzt aus Erfahrung 60� in der Sonne) Vorhin haben wir Vios Weingummi an die Wäscheleine gehängt, alles war zu einem zähen Brei verschmolzen. Auch Duschgel, Shampoo und Sonnencreme sind heiß. Sogar zum Karten spielen bin ich im Moment zu kaputt. Morgen geht es schon wieder nach Hause, hoffentlich ist bei der 12-stündigen Autofahrt besseres Wetter (kälter!!!). Gleich kipp ich um.
Anna
Hi Schatzi-Tagebuch! Da ich mich die letzten zwei Tage nicht mehr gemeldet habe, tu ich's jetzt mal wieder. Es ist kurz nach 7 und, wie alle schon geschrieben haben, unwahrscheinlich heiß! Ich habe noch nicht einmal Hunger! *g*. Die letzten drei Tage waren echt total super. Die ganze Truppe hat sooo viel zusammen unternommen! Gesungen, gekuschelt, massiert, gepaddelt, sich aufgemuntert, einander geholfen, einander geärgert, � Alles was eben dazu gehört. Vielleicht mag man ja nicht immer jeden gleich als besten Freund haben, doch hassen tut man keinen. Geiles Deutsch! *g* Ich habe zwar auch viele mehr oder weniger dolle Wunden und Schmerzen gehabt, Danke an meinen Joni-Schatz für die drei blauen Flecke, *g* doch selbst das nimmt jeder in Kauf! Mir hat die ganze Zeit hier total viel Spaß gemacht, und ich bin wirklich traurig, dass ich Morgen das Ganze hier in aller Frühe wieder verlassen muss! *schnief* Nur die Biss (Piss) Ameisen lass' ich gerne hier! Ich hoffe voll, dass ich die (meisten)Leute von hier nicht nur einmal beim Nachtreffen wiedersehe. Aus dem Grund werden auch Morgen fleißig Nummern ausgetauscht. Und Addi's und Adressen, ICQ, � *g* So, werde ja ganz sentimental. Geh mal lieber Gemüse schnippeln, obwohl ich keinen Hunger hab'! Naja, *schmatz*
Viola
20:34: Es ist sooo traurig. Unser letzter Tag neigt sich dem Ende zu! Bald ist die Sonne weg. Naja, das wäre gar nicht so schlecht, weil es dann kälter wird. Heute war es wieder sooo schön. Das Paddeln (zwar zu kurz, aber schöner Fluss), das Baden (der Ognon ist voll sauber und schön zum Abkühlen), das Faulenzen (einfach angenehm) und einfach noch mal mit allen schön zusammen lachen. Aber als Nora dann abgeholt wurde, musste ich wohl oder über doch ans Packen denken. Marie und ich werden morgen von meinen Eltern abgeholt und fahren weiter nach Spanien. Also haben wir Wunstorf und Spaniensachen getrennt. Alle sind schon am Zelt abbauen. Ich hätte keine Probleme damit, noch eine Woche dranzuhängen. Bei diesem tollen Wette, der genialen Gruppe und einer supertollen Woche fällt einem das Abschiednehmen echt schwer. Muss jetzt auch aufräumen. Schnüff.
Inga
Liebes Tagebuch, Morgen fahren wir schon früh nach Hause. Eigentlich ist es schade. Andrerseits freu ich mich auch schon wieder auf zu Hause. Insgesamt war alles sehr toll. Wir haben sehr viel gesehen und erlebt. Gesehen haben wir Raubvögel, Eisvögel, Kühe und Rinder und Reiher. Nicht zu vergessen die ganzen Angler und Camper, die am Ufer oder im Wasser standen und uns angeguckt oder leider auch nass gespritzt haben. Ich fand den Zusammenhalt er Gruppe sehr gut und mir hat alles viel Spaß gemacht. Ich freue mich schon darauf, bald alle bei dem Nachtreffen wieder zu sehen. Ciao und bis bald,
Leonie

Sonntag, 20.7.

Ich sach ja nur: Chaos! Alles liegt irgendwie, irgendwo auf dem Boden. Bald fahren wir wieder nach good old Dschörmenieh. Irgendwie schade. Irgendwie aber auch gut. So, jetzt werde ich erst mal angeschissen, weil nur rumsitze und schreibe, als helfe ich den anderen beim Rumräumen.
Jonathan
So, jetzt fahren wir los! Juhuu!
Sonntag, kurz nach Joni: jetzt sind wir also schon unterwegs. Die zehn Tage sind rasend schnell vergangen. Ich freue mich zwar schon auf zu Hause, aber ich wäre gern auch noch länger in Frankreich geblieben. Jetzt mach ich Schluss, weil mir sonst im Auto schlecht wird.
Anne
Ätzende Autofahrt! So, dies ist jetzt mein Abschiedsgruß an dich, herzallerliebstes Reistagebuch, und natürlich an alle lieben Paddler! (Wird ziemlich kurz, weil mir sonst schlecht wird)! Ich hoffe, euch ham die elf Tage genauso viel oder mehr Spaß wie mir bereitet! Verabschiede mich jetzt, habe euch alle ganz doll lieb! Eure/Deine
Bio-Vio
So, da unsere Rückreise in wenigen Stunden beendet sein wrid, möchte ich mich noch mal bei einigen persönlich bedanken:

  • Bei Viölchen: für die coole Frisur und die Massagen
  • Bei David: für die ruhigen Nächte im Zelt und die Melone
  • Bei Katrin (der roten): für die langen und für sie und uns anstrengenden und mit Strapazen verbundenen Autofahrten und leckeres Essen
  • Bei Kathrin (der kleinen): ebenfalls für leckeres Essen und viel Geduld mit der Gruppe
  • Bei Thomas "Big Boss": für gute Planung und viele Freiräume
  • Bei Nörchen "der großen": für das zur-Verfügung-Stellen ihres "Volley-Wasser-Universal-Balles" der zum Ballspielen, als Sitz oder Gesichtsschutz gegen Paparazzi benutzt wurde.
  • Bei Flippo: für sehr lustige Unterhaltung
  • Bei Lischen und Sascha: für die Verschandelung meiner Hand
  • (Erklärung: Auf der Rückfahrt wollen die beiden demonstrieren, wie man seine Hand nach einer "schmerzhaften Behandlung" nicht mehr bewegen kann)
  • bei meinen Eltern: für das Sponsoring der Fahrt
  • bei allen: für die super Gruppe, in der es nie langweilig war und so eine klasse Freizeit wurde

Danke. Ich liebe euch alle!!!
Jonathan
So, doch noch ein Eintrag, um 19:05, Während Lischen und Sascha sich über mit schlagen. Sitze inna Mitte� *grrr* Wollt mich doch nur schnell bei meinem Joni-Schatzi-Mausi bedanken. Wurde als erste erwähnt *stolzgrins* Ich liebe dich auch!!! Deene kleene
Vio
Hallo einige Stunden vor unserer Ankunft in Wunstorf: Danke an alle, die dabei waren. Es war eine echt suuuper Freizeit, Kathrin, Katrin und Thomas waren super, die Gruppe auch total nett, das Paddeln lustig, das Vorlesen schön. Ich hoffe, dass wir uns nicht aus den Augen verlieren, auch wenn ich in Wennigsen wohne. Lasst uns Briefe, e-Mails und sms schreiben! Bis bald,
Anna
Zwei Stunden noch, dann sind wir da! Wir Spielen: UNO, Schummeln und Negern. Wir sind gerade in einen Stau gekommen, weil jemand einen Unfall gebaut hat, also kann es noch viel länger dauern. Ich will mich noch mal bei Katrin (rot) (für das leckere Essen), bei der anderen Kathrin (für die nette Betreuung), bei allen Leuten, die mitgefahren sind und ganz besonders bei Thomas, der viel allein, aber auch mit anderen organisiert hat, bedanken!! Ich möchte meinen Eltern danken, die mit die Fahrt ermöglicht haben und der Gemeinde, die einen Teil unserer Freizeit finanzierte (z.B. Boote und Paddel).
Philip

(Achtung! Schmiererei bei DANKE nicht mit einscannen)
Noch mal ich. Vielen Dank an Flippo, der mich während der Autofahrt mit verschiedenen Therapien behandelte, damit ich lerne, meine Hände unter Kontrolle zu halten. Leider zeigten die Behandlungen keinerlei Wirkung. Trotzdem danke für die Mühe, Flippo, deine
Anna
Hi! Ca. eine Stunde vor unserer Ankunft. Ich möchte mich natürlich auch bei Thomas, Katrin und Kathrin für die gute Betreuung, die große Geduld mit allen und für das leckere Essen (der Dank gilt besonders Katrin und Kathrin) bedanken. Natürlich auch vielen Dank an die Gemeinde, die ja auch ihren Teil zu der Freizeit beigetragen hat. Ein letzter Dank geht aber genauso an meine Eltern, die mir diese Reise gesponsert und mich beim erstenmal Seesack packen unterstützt haben. Danke und bis bald,
Leonie
Endlich hat Flippo the grashopper aufgehört, mir meinen Arm abzubeißen (oder es zu versuchen) Danke Flippo!
Jonathan

Sprücheliste:

  • Marie: Ach leckt mich doch alle am Arsch,ey.
  • Jonathan: Hiermit unterziehe ich dich körperlicher Züchtigung in Form von Schlägen auf den Hinterkopf!
  • Tim (Ognon): Wir fahren auf dem Ocknon!
  • Joni: Wuargh (Kampfschrei)
  • Saschi: (beim Vorlesen) Ja oder neun?
  • Katrin(die rote): Ich bin zu klein für meine Größe.
  • Sascha: Na sichi!
  • David (zu seinem kleinen Finger): Das ist mein kleiner Zeigfinger!