Vater-Sohn-Kanu-Freizeit 28.5.-1.6. 2014

Vater-Sohn-Kanu-Freizeit

 

Leute, das hörte sich gut an!

Welch raffinierter Inhalt und welche Dramaturgie des Ablaufs sich dahinter verbarg, wollen wir kurz schildern.

Zum Inhalt:

Wer es noch nicht gelernt hatte, wie eine Gemeinschaft funktioniert, hier war es soweit.

Das Kanu hat es offengelegt. Kein Einklang der Manpower, das Boot gleitet in die Uferböschung. Keine Toleranz im Boot, Kontakt mit den Uferästen. Keine abgestimmten Bewegungen, kentern. Klare Regeln und keine Ausreden möglich, das Boot verzeiht sie nicht. Gegen den Strom haben wir familiäre Unstimmigkeiten bereinigt, manchmal auch laut. Wir haben erfahren, ob wir unter Belastung zu Toleranz fähig sind und wir haben auch unsere Grenzen kennengelernt.

Der gemeinsame Start in den Tag, die abendliche Andacht in einer faszinierenden Natur, das gemeinsame Kochen, das Gespräch, das Funktionieren der Gemeinschaft in der großen Runde haben uns berührt und auch nachdenklich gemacht. Kurz, wir haben uns aufeinander verlassen können.

Zur Dramaturgie:

Wir starten am 28.5. im Dauerregen, die Armatur eines Fahrzeugs zeigt volle Warnbeleuchtung, ein Stau gesellt sich hinzu. Ankunft im Regen, Aufbau der Zelte im Regen  -Gute Nacht-

Der erste Tag startet voller Hoffnung, da wir trocken auf das Wasser kommen. Paddeln gegen den Strom für Kopfarbeiter – Belastungstest mit Grenzerfahrungen, herstellen der Bootsgemeinschaft

Der zweite Tag beginnt mit Sonne, die Technik im Boot wird verfeinert und gegen den Strom einer Belastungsprobe unterstellt. Ein plötzlicher Regenguss nur mit kleinen Hagelkörnern macht uns nass und die Sonne wieder trocken. Ende der Kräfte!

Der dritte Tag komplett sonnig. Das Boot gleitet wie von selbst, es geht mit dem Strom voran. Gespräche über die Boote hinweg, die Natur wird wahrgenommen, es bilden sich plötzlich Bootsgemeinschaften, die Akteure werden ausgetauscht, teilweise hängen die Beine aus dem Kanu, keiner will mehr Erster sein, Männer mal ganz anders.

Wie, schon der letzte Tag? Gleiten mit dem Strom, bin gerade mit meinem Sohn in Harmonie, habe die Gemeinschaft schätzen gelernt und jetzt das!

Da steckt doch Absicht dahinter – Danke Thomas

Peter Netz

Geförderdert durch die "Stiftung Zukunft mit Kirche"