12. Kommunales Klimaschutzsystem
Kommunaler Klimaschutz ist nur möglich, wenn dafür eine dauerhafte institutionelle, finanzielle und strategische Basis geschaffen wird. Dazu gehören mittelfristig abgesicherte Personalstellen für z.B. Fördermittelmanagement, Bürger:innenberatung, Klimakommunikation, Sanierungsmanagement, Erfolgsmessung sowie Unterstützung und strukturierte Einbeziehung Ehrenamtlicher. Darüber hinaus sind Klimachecks von Ratsbeschlüssen, Grundsatzbeschlüsse zu Klimazielen und kommunenübergreifende Kooperationen zielführend.
Welche Maßnahmen befürwortet Ihre Partei oder Wählergruppe, um kommunale Klimaschutzstrukturen und Vernetzungen zu stärken und zu verstetigen?
1. Parteien
| SPD | CDU | Grüne | FDP | Linke |
| Klimaschutz braucht Strukturen statt Symbolpolitik. Deshalb haben wir im vergangenen Jahr ein neues kommunales Klimaschutzprogramm gemeinsam mit der Wärmeplanung beschlossen. Darin sind bereits viele Weichenstellungen für die Zukunft enthalten. Wir unterstützen daneben eine dauerhaft abgesicherte Stelle für das Klimaschutzmanagement. Kooperationen mit Region Hannover, den Stadtwerken Wunstorf, dem Unterhaltungsverband (UHV) 53 „West- und Südaue“, Vereinen, der lokalen Wirtschaft und Landwirtschaft wollen wir weiter ausbauen. | Die Klimaschutzmanagerin ist eine feste Größe und muss in der Verwaltung entsprechend gewürdigt werden. Ebenso braucht es eine Stelle, um die Maßnahmen der KWP durchzuführen. Ohne diese Stellen kann das Maßnahmenpaket der KWP nicht umgesetzt werden. | Klimaschutzmanagement stärken • die Klimaschutzmanager*innen‑Stelle verstetigen • ein Bio-Diversitätsmanagement installieren • beides mit ausreichendem Budget und Kompetenzen ausstatten • und sie organisatorisch so anbinden, dass sie wirksam arbeiten können (z. B. direkt beim Bürgermeister oder im Bau-/Umweltdezernat) Da kommunale Klimaschutzkonzept fortschreiben • regelmäßige Aktualisierung des Energie‑ und Klimaschutzkonzeptes • verbindliche Maßnahmenpläne • Monitoring und jährliche Berichte Regionale und lokale Netzwerke ausbauen • Teilnahme an Klimaschutznetzwerken (z. B. Energieagenturen, kommunale Verbünde) • Kooperation mit Nachbarkommunen • Austausch mit Unternehmen und Vereinen Bürgerbeteiligung stärken • Klimaräte oder Klimabeiräte organisieren • Beteiligungsplattformen für Bürger und Jugendklimaräte bereitstellen Förderprogramme nutzen und verstetigen • Bundes‑ und Landesförderungen (z. B. BMUV‑Förderung) dauerhaft nutzen • kommunale Eigenmittel bereitstellen • langfristige Finanzierungsmodelle entwickeln Verwaltungsinterne Strukturen verbessern • Klimaschutz als Querschnittsaufgabe in allen Ämtern • Schulungen für Mitarbeitende • interne Arbeitsgruppen • verbindliche Nachhaltigkeitsprüfungen bei Beschlüssen Daten, Monitoring und Transparenz ausbauen • Energie‑ und CO₂‑Monitoring für kommunale Gebäude • jährliche Klimaberichte |
Die Einführung eines systematischen Kommunales Energiemanagementsystems hat absoluten Vorrang (siehe oben). Die Funktion der Klimaschutzmanagerin ist durch ein Energiemanagement zu ergänzen. Die Beratungsangebote der Kliaschutzagentur der Region Hannover sind in Wunstorf zu kommunizieren, gemeinsame Informtionsveranstaltungen zu initiieren. |
Die Linke Wunstorf befürwortet den Ausbau und die Verstetigung kommunaler Klimaschutzstrukturen durch verbindliche gesetzliche Vorgaben und institutionelle Rahmenbedingungen. Wunstorf soll eine Klima/Umweltschutzbeauftragte, gut ausgestattete Fachstellen und langfristige Strategien erhalten, die verbindlich in Planungen, Bauvorhaben und öffentlichen Ausschreibungen berücksichtigt werden. Sozial wichtig ist, dass Klimaschutz gerecht umgesetzt wird: Alle Bürgerinnen und Bürger, besonders einkommensschwache Gruppen, sollen aktiv in Entscheidungen einbezogen werden, etwa durch Beteiligung an Projekten, Workshops oder Informationsangeboten. Schulungen, Beratung und niedrigschwellige Unterstützungsangebote sichern eine breite Nutzung der Maßnahmen. Technologieoffen setzt Die Linke auf flexible, innovative Lösungen, die lokal angepasst werden können – von erneuerbaren Energien über energetische Quartierskonzepte bis zu digitaler Vernetzung und Monitoring. Zudem soll die regionale Zusammenarbeit mit anderen Kommunen sowie die Kooperation mit Land und Bund gestärkt werden, um Synergien zu nutzen und Klimaschutzmaßnahmen effektiv zu vernetzen. |
2. Bürgermeisterkandidaten
| Carsten Piellusch | Klimaschutz braucht Strukturen, keine Symbolpolitik. Deshalb habe ich dem Rat im Jahre 2025 eine neues kommunales Klimaschutzprogramm nebst kommunaler Wärmeplanung vorgelegt, dass dieser gebilligt hat. Darin sind bereits viele Weichenstellungen und konkrete Maßnahmen für die Zukunft enthalten. Ich trete ein für eine dauerhaft abgesicherte Stelle für das Klimaschutzmanagement. Kooperationen mit Region Hannover, den Stadtwerken Wunstorf, dem Unterhaltungsverband (UHV) 53 „West- und Südaue“, den Leine-Anrainern, Vereinen, der lokalen Wirtschaft und Landwirtschaft werde ich weiter ausbauen. |
| Martin Pavel | Die Klimaschutzmanagerin ist eine feste Größe und muss in der Verwaltung entsprechend gewürdigt werden. Ebenso braucht es eine Stelle, um die Maßnahmen der KWP durchzuführen. Ohne diese Stellen kann das Maßnahmenpaket der KWP nicht umgesetzt werden. |