10. Starkregenereignisse und Grundwasserschutz
Innerorts sind Regen-/Abwasserleitungen oft viel zu klein dimensioniert für in Zukunft häufiger auftretende Starkregenereignisse. Regenrückhaltemöglichkeiten fehlen. Wasser fließt über Flüsse ab, anstatt das Grundwasser anzureichern. Unkontrollierte Überschwemmungen an Bächen und Flüssen bedrohen Gebäude und führen zu Ertragsausfällen in der Landwirtschaft.
Welche Maßnahmen schlägt Ihre Partei oder Wählergruppe vor, um Versickerung und Rückhaltung von Regenwasser zu fördern, das Grundwasser zu schützen und Überflutungsschäden zu verhindern?
1. Parteien
| SPD | CDU | Grüne | FDP | Linke |
| Wunstorf muss zur Schwammstadt werden. Regenwasser soll möglichst vor Ort versickern, gespeichert und genutzt werden. Dazu gehören entsiegelte Flächen, Zisternen, begrünte Dächer und moderne Regenwasserkonzepte. Bereits heute gibt es ein Starkregenkataster der Region Hannover, das auch in Wunstorf genutzt wird. Mit unserer politischen Unterstützung sollen Maßnahmen projektiert und umgesetzt werden, um besser auf neue Starkregenereignisse vorbereitet zu sein. Diesen Weg werden wir konsequent weitergehen. |
Die nationale Wasserstrategie des Bundesamtes für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit ist ganz hervorragend. Wir sollten schlicht und einfach die Vorgaben und Empfehlungen umsetzen. Kurz und knapp: Trinkwasserversorgung sichern – überall, jederzeit und bezahlbar auch im Jahre 2050, Wasser speichern – auf dem Land und in der Stadt, Naturnahe Wasserhaushalte wiederherstellen – mit der Natur gegen Hochwasser schützen |
Flächenentsiegelung: Starkregenereignisse besser abfedern. |
Regenrückhalteflächen und Versickerungsmöglichkeiten sind auszubauen. Das marode Kanalnetz in Wunstorf muss dringend ertüchtigt werden. |
Die Linke Wunstorf will Regenwasser stärker vor Ort halten und nutzen, um Grundwasser zu schützen und Überflutungen zu vermeiden. Rechtlich sollen Bebauungspläne verbindliche Vorgaben für Entsiegelung, Versickerungsflächen, Gründächer und Zisternen enthalten; Kontrolle und Förderung müssen ausgebaut werden. Sozial ist entscheidend, dass Kosten nicht auf Einzelne abgewälzt werden: Zuschüsse sollen insbesondere Haushalte mit geringem Einkommen entlasten. Öffentliche Flächen und Gebäude sollen Vorbild sein, etwa durch Rückhaltebecken, begrünte Dächer und durchlässige Beläge. Für den Wasserhaushalt des Steinhuder Meer braucht es abgestimmte Maßnahmen wie verbessertes Wassermanagement, Schutz von Zuflüssen und Feuchtgebieten sowie die Reduzierung von Nährstoffeinträgen, z.B. durch die geplante Reinigungsanlage als Niederschlagswasserbehandlungsanlage in Form eines Retentionsbodenfilters in Großenheidorn. Technologieoffenheit setzt Die Linke auf naturnahe Lösungen und innovative Speicher- und Steuerungssysteme für ein klimaresilientes Wassermanagement. |
2. Bürgermeisterkandidaten
| Carsten Piellusch | Wunstorf muss zur Schwammstadt werden. Regenwasser soll möglichst vor Ort versickern, gespeichert und genutzt werden. Dazu gehören entsiegelte Flächen, Zisternen, begrünte Dächer und moderne Regenwasserkonzepte. Der Grundwasserkörper soll erhalten und durch Versickerung angereichert werden. Bereits heute gibt es ein Starkregenkataster der Region Hannover, das auch in Wunstorf genutzt wird. Private Eigentümerinnen und Eigentümer werden dadurch bei ihrer Eigenvorsorge unterstützt. Die Stadt wird bauliche Maßnahmen projektieren und umsetzen, um noch besser auf neue Starkregenereignisse vorbereitet zu sein. Hinzu treten Maßnahmen zum Hochwasser- und Bevölkerungsschutz. |
| Martin Pavel |
Die nationale Wasserstrategie des Bundesamtes für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit ist ganz hervorragend. Wir sollten schlicht und einfach die Vorgaben und Empfehlungen umsetzen. Kurz und knapp: Trinkwasserversorgung sichern – überall, jederzeit und bezahlbar auch im Jahre 2050, Wasser speichern – auf dem Land und in der Stadt, Naturnahe Wasserhaushalte wiederherstellen – mit der Natur gegen Hochwasser schützen. |