11. Frischwasserverfügbarkeit
Durch den Klimawandel kommt es in Norddeutschland zu häufigeren und länger anhaltenden Dürreperioden. Die Grundwasserstände sinken und Frischwasser wird zunehmend zu einem knappen Gut.
Welche Anreize sollte Ihre Kommune aus Sicht Ihrer Partei oder Wählergruppe setzen, um den Verbrauch von Frischwasser zu reduzieren und die Nutzung von Regenwasser und Grauwasser zu fördern?
1. Parteien
| SPD | CDU | Grüne | FDP | Linke |
| Wasser wird wertvoller. Deshalb setzen wir auf sparsamen Verbrauch, moderne Technik und Regenwassernutzung. Öffentliche Gebäude sollten mit gutem Beispiel vorangehen. Bei Neubauten sollen Regenwasserspeicherung und wassersparende Systeme stärker berücksichtigt werden. | Wir müssen die Menschen über den örtlichen Wasserversorger aufklären, dass kein Weg daran vorbeiführt, Wasser zu sparen. Preissignale wurden gesetzt, Wasser ist auch in Wunstorf zum 01.05.2026 teurer geworden. Große Wasserverbraucher sind traditionell Unternehmen. Auch da müssen wir über den Wasserversorger entsprechend Unterstützung leisten, um Einsparungen zu generieren. Die Nutzung von Grauwasser wird dann auch vorangetrieben, wenn es sich für Unternehmen finanziell lohnt. |
• Regenwasser für die Gartenbewässerung und die Toilettenspülung in Zisternen sammeln. Die Kommune zeigt, dass es praktisch und machbar ist: |
Regenwassernutzung bei Neubauten anreizen. Kommunale Einrichtungen sollen ihren Verbrauch systematisch erfassen und reduzieren. Sensibilisierung statt restriktiver Verbote. Wasserschutz ist als Gemeinschaftsaufgabe zu betrachten. |
Die Linke Wunstorf setzt auf Anreize, die den Verbrauch von Frischwasser reduzieren und die Nutzung von Regen- und Grauwasser stärken. Rechtlich sollen Bebauungspläne und Satzungen den Einbau von Regenwasserspeichern, Zisternen und Grauwasseranlagen erleichtern oder verpflichtend vorschreiben, insbesondere bei Neubauten und größeren Sanierungen. Sozial sollen Förderprogramme, Zuschüsse oder reduzierte Abwassergebühren Haushalte mit geringem Einkommen entlasten und die Investition in Regen- oder Grauwassersysteme attraktiv machen. Auch öffentliche Gebäude und Schulen sollen als Vorbilder dienen. Technologieoffenheit setzt Die Linke auf eine Kombination aus naturnahen Lösungen wie Mulden-Rigolen-Systemen und innovativen technischen Systemen, z. B. Regenwasserfilter, intelligente Pump- und Steuerungssysteme sowie moderne Rückhaltespeicher. Ziel ist ein nachhaltiger, kostengerechter und klimaresilienter Umgang mit Wasser, der Grundwasser schützt und Überflutungen reduziert. |
2. Bürgermeisterkandidaten
| Carsten Piellusch | Wasser wird immer wertvoller. Deshalb setze ich auf sparsamen Verbrauch, moderne Technik und Regenwassernutzung. Öffentliche Gebäude sollten mit gutem Beispiel vorangehen. Bei Neubauten sollen Regenwasserspeicherung und wassersparende Systeme stärker berücksichtigt werden. Die städtische Klimaschutzmanagerin hat auch insoweit gemeinsam mit der Klimaschutzagentur eine wichtige Beratungsaufgabe. |
| Martin Pavel | Wir müssen die Menschen über den örtlichen Wasserversorger aufklären, dass kein Weg daran vorbeiführt, Wasser zu sparen. Preissignale wurden gesetzt, Wasser ist auch in Wunstorf zum 01.05.2026 teurer geworden. Große Wasserverbraucher sind traditionell Unternehmen. Auch da müssen wir über den Wasserversorger entsprechend Unterstützung leisten, um Einsparungen zu generieren. Die Nutzung von Grauwasser wird dann auch vorangetrieben, wenn es sich für Unternehmen finanziell lohnt. |