3. Gebäudesanierung
Ein Großteil der klimaschädlichen Emissionen wird durch die fossile Beheizung von Gebäuden verursacht. Insbesondere unzureichende Dämmung von Gebäudehüllen führt zu hohen Energieverbräuchen, Emissionen und Kosten. Fachleute sind sich darüber einig, dass es einen hohen Nachholbedarf bei der energetischen Sanierung von Bestandsgebäuden gibt. Gleichzeitig bietet Sanierung auch viele Chancen: architektonische Verbesserungen, eine Anpassung an neue Nutzungsanforderungen, höherer Wohnkomfort, bessere Raumluftqualität sowie passive und aktive Kühloptionen für den Sommer.
Welche Maßnahmen unterstützt Ihre Partei oder Wählergruppe, um die Sanierung öffentlicher und privater Gebäuden zu beschleunigen?
1. Parteien
| SPD | CDU | Grüne | FDP | Linke |
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Energetische Sanierung ist Klima-, Sozial- und Wirtschaftspolitik zugleich. Die Stadt Wunstorf soll ihre Gebäude modernisieren und dabei Vorbild sein. Für private Haushalte setzen wir auf Energieberatung, z.B. durch die Klimaschutzagentur der Region Hannover, aber auch die Stadtwerke Wunstorf. Besonders wichtig ist uns dabei unser Positionspapier Wohnen, das energetische Sanierung, Umbau im Bestand, generationengerechte Wohnformen und die Aktivierung leerstehender Gebäude miteinander verbindet. Über unseren Vorschlag, eines städtischen Programms „Jung kauft Alt“ soll junge Familien dabei unterstützen, ältere Bestandsimmobilien zu erwerben, zu sanieren und weiter zu nutzen. So schaffen wir Wohnraum und modernisieren gleichzeitig den Bestand. |
Laut KWP sind öffentliche Gebäude in Wunstorf nur für einen Bruchteil des Wärmebedarfs verantwortlich. Trotzdem muss die öffentliche Hand als Vorbild dienen, wenn es um Dämmung, Sanierung und Modernisierung geht. Eines ist aber auch klar: Letztes Jahr betrug die Sanierungsrate in Deutschland laut Stat. Bundesamt nur ca. ein Prozent. Das bedeutet, dass die Rahmenbedingungen (Finanzierung, Absetzbarkeit, Baukosten) insgesamt optimiert werden müssen, damit die Menschen eine Sanierung ins Auge fassen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt hier bei den privaten Haushalten. Wir müssen hier vor Ort aber gut beraten, da es etliche Förderungen des Bundes, des Landes und der Region gibt. Das müssen die Menschen aber wissen und kennen. |
Grundsätzlich sollte, soweit möglich, bei Sanierungsmaßnahmen eine Solararchitektur berücksichtigt werden, die bspw. durch geschickte Raumanordnungs- und Pflanzkonzepte die Wärmemenge im Winter reduziert und die Hitze im Sommer abhält. Um als Vorbildfunktion für den privaten Sektor zu dienen, muss die Sanierung öffentlicher Gebäude höher priorisiert werden. Dafür ist ein Prioritätsplan mitsamt Finanzierung zu entwickeln, an dem ablesbar ist, welches Gebäude wann und in welchem Umfang zu sanieren ist. Um die Sanierung privater Gebäude zu beschleunigen, unterstützen wir eine Kombination aus verbesserter Energieberatung (z. B. zur Solararchitektur), gezielter Förderung, vereinfachten Genehmigungen und einer klaren kommunalen Sanierungsstrategie. Private Haushalte sind durch Beratung, Fördermittel und Quartierskonzepte zu unterstützen. Gewerbe und Industrie sind daüber hinaus über Einsparpotentiale durch Abwärmenutzung zu beraten. |
Öffentliche Gebäude gehen voran. Sanierungsstau bei Schulen und Sportstätten ist prioritär abzuarbeiten. Maßstab sind Lebenszykluskosten, nicht Symbolprojekte. Hier hat die öffentliche Hand eine Vorbildfunktion: konsequentes Energiemanagement schütz das Klima und spart Energiekosten, PV auf alle kommunalen Dächer, wo es statisch möglich ist und Einbau von Wärmepumpen zur Heizungsversorgung. Private Sanierungen werden durch Beratung, schnellere Genehmigungen und Abbau bürokratischer Hemmnisse unterstützt. Fördermittel von Bund und Land müssen aktiv eingeworben werden. |
Bürokratie soll abgebaut werden: Genehmigungen und Förderanträge sollen einfacher und schneller bearbeitet werden. Digitalisierung soll zielgerichtet ausgebaut werden: Anfragen, Genehmigungen und Förderanträge sollen einfacher und schneller eingereicht werden können. Öffentliche Fördermittel ausbauen: Bund, Länder und Kommunen stellen verstärkt Zuschüsse und zinsgünstige Kredite bereit, besonders für einkommensschwache Haushalte Soziale Staffelung der Kosten: Menschen mit geringem Einkommen, Rentnerinnen und Mietparteien sollen besonders entlastet werden. Modernisierungskosten dürfen nicht vollständig auf Mieten umgelegt werden. Kommunale Investitionen und öffentliche Gebäude als Hebel: Sanierung öffentlicher Gebäude finanziert durch Haushaltsmittel und Kredite kann private Investitionen anstoßen. Bundes- und Landesmittel stärker einbinden: Programme wie das KfW-Programm für energetische Sanierungen oder Landesförderungen sollen vollständig ausgeschöpft werden. |
2. Bürgermeisterkandidaten
| Carsten Piellusch | Energetische Sanierung ist Klima-, Sozial- und Wirtschaftspolitik zugleich. Die Stadt Wunstorf wird ihre Gebäude modernisieren und dabei Vorbild sein. Die Eignung der städtischen Liegenschaften ist bereits geprüft worden. Für private Haushalte setze ich auf eine intensive Energieberatung, z.B. durch die städtische Klimaschutzbeauftragte, die Klimaschutzagentur der Region Hannover, aber auch die Stadtwerke Wunstorf. Besonders wichtig ist mir, dass die energetische Sanierung und das künftige nichtfossile Heizen zusammengedacht werden, um eine sinnvolle und wirtschaftliche Lösung zu finden. |
| Martin Pavel | Laut KWP sind öffentliche Gebäude in Wunstorf nur für einen Bruchteil des Wärmebedarfs verantwortlich. Trotzdem muss die öffentliche Hand als Vorbild dienen, wenn es um Dämmung, Sanierung und Modernisierung geht. Eines ist aber auch klar: Letztes Jahr betrug die Sanierungsrate in Deutschland laut Stat. Bundesamt nur ca. ein Prozent. Das bedeutet, dass die Rahmenbedingungen (Finanzierung, Absetzbarkeit, Baukosten) insgesamt optimiert werden müssen, damit die Menschen eine Sanierung ins Auge fassen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt hier bei den privaten Haushalten. Wir müssen hier vor Ort aber gut beraten, da es etliche Förderungen des Bundes, des Landes und der Region gibt. Das müssen die Menschen aber wissen und kennen. |