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Wahlprüfsteine - 4. Stromerzeugung

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4. Stromerzeugung

Neben Wind spielt Photovoltaik in Verbindung mit Batteriespeichern eine zentrale Rolle für eine sichere, nachhaltige Stromversorgung und Netzstabilität. Um den steigenden Strombedarf zu decken, müssen der Ausbau der PV-Erzeugung sowie dezentraler Speicher weiter beschleunigt werden. Gleichzeitig braucht es Erleichterungen bei der Kapitalbeschaffung und bessere Rahmenbedingungen für Energiegenossenschaften. Diese beteiligen Bürgerinnen und Bürger direkt an der lokalen Wertschöpfung und stärken so die gesellschaftliche Akzeptanz. 
Wie soll der Ausbau von Photovoltaik – besonders auf kommunalen Gebäuden – beschleunigt werden? Welche Anreize braucht es, damit private und gewerbliche Eigentümer PV-Anlagen und Speicher installieren?

1. Parteien

SPD CDU Grüne FDP Linke

Photovoltaik ist eine große Chance für Wunstorf. Geeignete kommunale Dächer sollen systematisch mit PV-Anlagen ausgestattet werden. Dafür haben wir bereits finanzielle Mitteln in den Haushalt der Stadt eingestellt. Städtische Neubauten sollen grundsätzlich PV-ready geplant werden.

Bereits in den vergangenen Jahren haben wir in Wunstorf die Förderung von Balkon-Solaranlagen bzw. Klein-PV-Anlagen auf den Weg gebracht. Das hat vielen Menschen erstmals ermöglicht, selbst Solarstrom zu erzeugen und einen spürbaren Schub für Photovoltaik in unserer Stadt ausgelöst.

Darüber hinaus unterstützen wir die Gründung einer Bürgerenergie-Genossenschaft, die von Bürgerinnen und Bürgern aus Wunstorf getragen wird und Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Dächern mit voranbringt. So schaffen wir lokale Wertschöpfung, stärken die Akzeptanz der Energiewende und ermöglichen direkte Beteiligung an klimafreundlicher Energieerzeugung.

Wir haben ein Freiflächensolar-Kataster beschlossen, das entsprechende Flächen ausweist. Auf kommunalen Dächern passiert viel zu wenig und das seit Jahren. Da müssen wir mit ansässigen Unternehmen Tempo machen. Gern auch mit Speicher, wo immer es sinnvoll ist. Die Speichertechnologie macht jeden Tag riesige Fortschritte, der Engpass sind oft die örtlichen Verteilnetze. Da müssen wir mit dem Netzbetreiber in den Dialog kommen, um die besten Lösungen zu finden. Die größten Anreize sind Preisanreize. Fossile Energie ist durch den Krieg im Iran teuer. Das befördert die Erneuerbaren. Kommunale Gebäude: Schneller sanieren, PV standardmäßig einplanen, Stadtwerke einbinden 
   • Schulen, Kitas, Sporthallen und Verwaltungsgebäude systematisch prüfen
       ◦ PV als Standard bei jeder Dachsanierung festlegen
   • Planung vereinfachen und bündeln um Zeit und Kosten zu sparen
   • Nutzung von Dachflächen maximieren
       ◦ Auch Carports, Parkplätze und Fassaden einbeziehen
       ◦ Prüfung von Solar‑Carports an Schulen, Freibädern oder Parkplätzen
   • Stadtwerke als Betreiber oder Partner einbinden
Privathaushalte:
   • Kostenlose Erstberatung zur Wirtschaftlichkeit
   • Beschleunigung und Vereinfachung der Genehmigungsverfahren 
   • Attraktivität von Speichern insbesondere durch Kombination mit Wärmepumpen und/oder E‑Mobilität erklären
   • Quartierslösungen fördern
       ◦ Gemeinsame PV‑Projekte für ganze Straßenzüge oder Mehrfamilienhäuser
       ◦ Mieterstrommodelle für Wohnanlagen unterstützen
       ◦ Unterstützung bei der Gründung von Gruppierungen, die in PV investieren wollen. 
Gewerbe:
   • Wirtschaftliche Vorteile sichtbar machen
       ◦ Aktive Ansprache von Betrieben mit großen Dach- und Parkflächen, wie z. B. Amazon und Beratung zu Einsparpotenzialen
       ◦ Unterstützung bei der Planung großer Dachanlagen
   • Kombination mit Eigenverbrauch
       ◦ PV + Speicher + E‑Mobilität für Firmenflotten (Bsp. auch Amazon)
       ◦ Lastmanagement zur Senkung von Stromkosten
   • Vereinfachte Genehmigungen: Schnellere Verfahren für große Dachanlagen und Unterstützung bei Netzanschlüssen

Alle geeigneten kommunalen Dachflächen sind systematisch auf PV-Nutzung zu prüfen. Wirtschaftlich tragfähige Anlagen sind zeitnah umzusetzen, auch durch Contacting-Projekte, wenn die Investitionen für die Kommune nicht zu leisten sind.

Private Eigentümer profitieren von vereinfachten Verfahren und klaren Informationen, wie es die novellierte Niedersächsische Bauordnung ermöglicht.  Speicherlösungen müssen dort eingesetzt eingesetzt werden, wo sie Netzstabilität und Eigenverbrauch optimieren.

Bürgerbeteiligungsmodelle können Akzeptanz erhöhen, müssen jedoch solide kalkuliert sein.

Kommunale Gebäude sollen konsequent mit Solaranlagen ausgestattet werden. Bei Neubau kommunaler Gebäude zum Beispiel Schulen ist das eine Pflicht. Dafür brauchen Städte und Gemeinden verlässliche Förderprogramme, Zuschüsse und zinsgünstige Kredite. Gleichzeitig müssen Genehmigungen, Netzanschlüsse und Bürgerenergiegenossenschaften gefördert und vereinfacht werden, damit Projekte schneller umgesetzt werden.
Auch private und gewerbliche Eigentümer*innen sollen durch finanzielle Anreize, steuerliche Vorteile und eine faire Vergütung für eingespeisten Strom motiviert werden, Photovoltaik und Speicher zu installieren. Gute Beratung und Planungsunterstützung können zusätzlich helfen, Investitionen zu erleichtern.
Neben Dachanlagen will Die Linke auch Freiflächen-PV stärker nutzen, vor allem auf Brachflächen, Konversionsflächen, Parkplätzen oder entlang von Infrastruktur. Agri-Photovoltaik soll ermöglichen, Landwirtschaft und Stromerzeugung zu verbinden. Dabei müssen Natur- und Flächenschutz berücksichtigt werden.
Wichtig ist außerdem Technologieoffenheit: unterschiedliche Solartechnologien und Speicherlösungen sollen gefördert werden, damit Solarstrom zuverlässig genutzt werden kann. So kann Photovoltaik schnell zu einer zentralen Säule einer sozial gerechten und klimafreundlichen Energieversorgung werden.

2. Bürgermeisterkandidaten

Carsten Piellusch Photovoltaik ist eine große Chance für Wunstorf. Geeignete kommunale Dächer von Bestandsbauten sind identifiziert worden und werden systematisch mit PV-Anlagen ausgestattet werden. Dafür haben wir bereits finanzielle Mitteln in den Haushalt der Stadt eingestellt. Städtische Neubauten sollen grundsätzlich PV-ready geplant werden. 
Bereits in den vergangenen Jahren habe ich in Wunstorf die Förderung von Balkon-Solaranlagen bzw. Klein-PV-Anlagen auf den Weg gebracht. Das hat vielen Menschen erstmals ermöglicht, selbst Solarstrom zu erzeugen, eine gewisse Energieautarkie zu erreichen, einen erheblichen Teil ihrer Stromkosten zu sparen und einen spürbaren Schub für Photovoltaik in unserer Stadt ausgelöst. PV war plötzlich in aller Munde. Das Förderprogramm hatte eine erhebliche Breitenwirkung und hat zur Bewusstseinsbildung beigetragen. 
Darüber hinaus unterstütze ich die Gründung einer Bürgerenergie-Genossenschaft, die von Bürgerinnen und Bürgern aus Wunstorf getragen wird und Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Dächern mit voranbringt. So schaffen wir lokale Wertschöpfung, stärken die Akzeptanz der Energiewende und ermöglichen direkte Beteiligung an klimafreundlicher Energieerzeugung. 
Martin Pavel Wir haben ein Freiflächensolar-Kataster beschlossen, das entsprechende Flächen ausweist. Auf kommunalen Dächern passiert viel zu wenig und das seit Jahren. Da müssen wir mit ansässigen Unternehmen Tempo machen. Gern auch mit Speicher, wo immer es sinnvoll ist. Die Speichertechnologie macht jeden Tag riesige Fortschritte, der Engpass sind oft die örtlichen Verteilnetze. Da müssen wir mit dem Netzbetreiber in den Dialog kommen, um die besten Lösungen zu finden. Die größten Anreize sind Preisanreize. Fossile Energie ist durch den Krieg im Iran teuer. Das befördert die Erneuerbaren.
URL: https://stiftskirche-wunstorf.de/wahlpruefsteine-4-stromerzeugung<br>
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