5. Mobilität und Verkehrswende
Für viele Bürgerinnen und Bürger ist die Fahrradnutzung und der ÖPNV aktuell nicht attraktiv. Es fehlt an gut ausgebauten Radwegen entlang von Hauptverkehrsstraßen, verkehrsberuhigten Nebenstraßen, sicheren Abstellmöglichkeiten, einem eng getakteten und verzweigten Nahverkehrsnetz sowie einem verlässlichen CarSharing-Angebot. Zudem ist die Straßenplanung häufig stark auf den Pkw ausgerichtet und benachteiligt Fußgänger und Radfahrer.
Welche Maßnahmen sind nötig, um Rad- und ÖPNV-Nutzung zu erhöhen und vor allem den innerörtlichen PKW-Verkehr zu reduzieren?
1. Parteien
| SPD | CDU | Grüne | FDP | Linke |
|
Mobilität muss bezahlbar, sicher und alltagstauglich sein. Wir wollen sichere Radwege zwischen Kernstadt und Ortsteilen, bessere Fahrradabstellanlagen und mehr Schulwegsicherheit. Neue Wohngebiete sollen vor allem dort entstehen, wo Bus, Bahn, Nahversorgung, Schulen und Kitas gut erreichbar sind. Ein zentraler Baustein ist für uns die klare Umsetzung des neuen Radverkehrskonzepts, das wir in Wunstorf mit auf den Weg gebracht haben. Dieses Konzept muss nun konsequent umgesetzt werden. Für uns bedeutet das vor allem, die Umsetzung von sicheren Alltagsradwegen, besseren Verbindungen zwischen den Ortsteilen, mehr Abstellmöglichkeiten und einer insgesamt fahrradfreundlicheren Infrastruktur. Beginnen wollen wir mit der Umsetzung der sog. „Leuchtturmtrasse“ als Radvorrangroute. Sie führt vom Bahnhof Wunstorf über Klein Heidorn und Großenheidorn bis nach Steinhude. Über unsere Politik in der Region Hannover haben wir den ÖPNV in Wunstorf bereits deutlich verbessert. Besonders das On-Demand-System Sprinti sorgt dafür, dass viele Ortsteile besser angebunden sind und der Nahverkehr attraktiver geworden ist. Diesen Weg wollen wir weitergehen. |
Die Antwort ist eindeutig: Sicherheit, Sicherheit, Sicherheit. Wenn das gegeben ist, nutzen die Menschen die innerörtlichen Verbindungen automatisch. Radfahren am Morgen in der Hindenburgstr. ist lebensgefährlich. Das wollen wir schnell ändern und den Verkehrsraum anders aufteilen. Zudem müssen wir die Parkmöglichkeiten am Bahnhof Wunstorf verbessern. Dort gib es teilweise zu wenig Parkplätze und definitiv zu wenig Ladeinfrastruktur. |
Das Ziel muss sein, insbesondere den motorisierten Kurzstreckenverkehr bis 5 km auf das Rad zu bringen. Folgende Maßnahmen schlagen wir für die Unterstützung dieses Zieles vor: • Gerechtere Verteilung der Verkehrsflächen zugunsten des Fuß- und Radverkehrs |
Mobilitätspolitik in Wunstorf muss die die Chancen der Nordumgehung berücksichtigen, die bis 2032 fertigstellt sein soll. Daraus ergeben sich neue Möglichkeiten der PKW-Steuerung in der Innenstadt. Ziel ist dabei nicht die Verdrängung des PKW, sondern bessere Alternativen, insbesondere hinsichtlich des Parkens. Das On-Demand-System Sprinti hat sich bestens bewährt und sollte Ortstübergreifend weiterentwickelt werden. Knackpunkt der ÖPNV-Nutzung ist der unzuverlässige Regionlexpress- und vor allem S-Bahn-Verkehr in der Region Hannover. Hier hat Wunstorf keinen Einfluss drauf. Die Sanierung bestehender Straßen, Rad- und Fußwege hat Vorrang vor Neubau. Die bereits sehr guten Park-and-Ride-Angebote in Wunstorf verbessern die Verknüpfung mit dem regionalen Verkehr, wenn der funktioniert. |
Die Linke will Bus, Bahn und Fahrrad stärken, damit weniger Menschen auf das Auto angewiesen sind. Dafür braucht es mehr Investitionen: Der ÖPNV soll häufiger fahren, besser vernetzt und deutlich günstiger werden, langfristig kostenlos. Gleichzeitig sollen sichere, durchgehende Radwegenetze und gute Abstell- und Reparaturmöglichkeiten entstehen. Kommunen sollen mehr Möglichkeiten zur Verkehrssteuerung erhalten, etwa durch Tempo-30-Zonen, mehr Raum für Rad- und Fußverkehr und Busspuren sowie weniger und teureren Parkraum, um Autoverkehr zu reduzieren. Auch der ländliche Raum braucht verlässliche Verbindungen sowie flexible Angebote wie Rufbusse. Finanziert werden soll dies durch den Abbau umweltschädlicher Subventionen. Ziel ist ein bezahlbares, klimafreundliches und für alle zugängliches Verkehrssystem. |
2. Bürgermeisterkandidaten
| Carsten Piellusch | Mobilität muss bezahlbar, sicher und alltagstauglich sein. Ich will sichere Radwege innerorts und zwischen Kernstadt und Ortsteilen, bessere Fahrradabstellanlagen, Servicestationen und mehr Schulwegsicherheit. Neue Wohngebiete sollen vor allem dort entstehen, wo Bus, Bahn, Nahversorgung, Schulen und Kitas gut erreichbar sind. Ein zentraler Baustein ist für mich die konsequente Umsetzung des neuen Radverkehrskonzeptes, das ich in Wunstorf 2025 auf den Weg gebracht habe. Für mich bedeutet das vor allem, die Umsetzung von sicheren Alltagsradwegen, besseren Verbindungen zwischen den Ortsteilen, mehr Abstellmöglichkeiten und einer insgesamt fahrradfreundlicheren Infrastruktur. Begonnen haben wir mit der Umsetzung der sog. „Leuchtturmtrasse“ als Radvorrangroute. Sie führt vom Bahnhof Wunstorf über Klein Heidorn und Großenheidorn bis nach Steinhude sowie vom Bahnhof nach Luthe. 80 % der Wunstorferinnen und Wunstorfer erhalten so für das Pendeln zum Arbeitsplatz eine echte Alternative zur Anfahrt mit dem PKW. Gemeinsam mit der Region Hannover konnte der ÖPNV in Wunstorf bereits deutlich verbessert werden. Besonders das On-Demand-System Sprinti sorgt dafür, dass viele Ortsteile auch untereinander besser angebunden sind und der Nahverkehr attraktiver geworden ist. Diesen Weg gilt es weiter zu gehen. |
| Martin Pavel | Die Antwort ist eindeutig: Sicherheit, Sicherheit, Sicherheit. Wenn das gegeben ist, nutzen die Menschen die innerörtlichen Verbindungen automatisch. Radfahren am Morgen in der Hindenburgstr. ist lebensgefährlich. Das wollen wir schnell ändern und den Verkehrsraum anders aufteilen. Zudem müssen wir die Parkmöglichkeiten am Bahnhof Wunstorf verbessern. Dort gib es teilweise zu wenig Parkplätze und definitiv zu wenig Ladeinfrastruktur. |