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Wahlprüfsteine - 7. Flächeninanspruchnahme

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  • Wahlprüfsteine - 7. Flächeninanspruchnahme

7. Flächeninanspruchnahme

Im Niedersächsischen Weg und in den Nachhaltigkeitsstrategien des Landes und des Bundes sind Ziele zur Reduktion der Flächeninanspruchnahme definiert. Diese Ziele werden in der Region Hannover aktuell weit verfehlt. Die weiter ansteigende Versiegelung von Boden verstärkt die Auswirkungen des Klimawandels. 

Welche Maßnahmen sollte die Kommune unternehmen, um die Flächeninanspruchnahme wirksam zu reduzieren und um Flächen durch Entsiegelung zurückzugewinnen? 

1. Parteien

SPD CDU Grüne FDP Linke

Fläche ist endlich. Deshalb gilt für uns klar: Innenentwicklung vor Außenentwicklung. Brachflächen, Leerstände und Nachverdichtung haben Vorrang vor neuer Versiegelung. Wir setzen auf Umbau bestehender Gebäude, Nachnutzung leerstehender Flächen und kluge Quartiersentwicklung. Ein wichtiges Projekt ist dabei die Entwicklung des sog. ehemaligen „Vion“-Geländes zu einem neuen Wohnquartier mit 300 bis 400 Wohneinheiten. Auch studentisches Wohnen kann an diesem Standort aus unserer Sicht möglich werden.

Wunstorf soll wachsen, aber verantwortungsvoll und flächenschonend. 

Hier ist die Antwort eindeutig: Baulücken und Brachflächen (z. B. VION) bebauen und dann erst neue Flächen versiegeln. Wenn neue Flächen versiegelt werden, müssen wir entsiegeln. Das ist möglich, wir machen es nur zu selten und sind nicht mutig, neue Wege zu gehen. Übrigens, klare Haltung der CDU: Keine Versieglung auf dem Jahnplatz.

Ein Entsiegelungskataster wird derzeit vom Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) zentral erstellt. Es stehen dabei sowohl öffentliche als auch private Flächen im Fokus. Das Entsiegelungskataster ist durch die Kommunen dann fortlaufend zu ergänzen. Sobald das Kataster zur Verfügung steht, ist es hinsichtlich möglicher Ergänzungen zu prüfen und nach entsiegelbaren Flächen zu duchsuchen. Erkannte Potentiale sind zeitnah auszuschöpfen.
   • Parkplätze sind hinsichtlich des Entsiegelungspotentials in Augenschein zu nehmen. Straßenbegleitende Parkplätze sollten ebenfalls in den Fokus genommen werden.
   • Rückbau bzw. Umgestaltung von Parkplätzen. D. h.: Überdimensionierte Parkplätze, wie z. B. an den Supermärkten im Gewerbegebiet Süd, sind in Abstimmung mit den Supermarkt-Betreibern, mit Augenmaß zu verkleinern und/oder umzugestalten. Das könnten grüne Inseln sein und/oder um die Installation von PV oberhalb der Parkflächen nach dem Muster von Edeka Kappe ergänzt werden.

Generell besteht ein Interessen- und Nutzungskonflikt: Zum einen sind unversiegelte Böden dringend notwendig, um dem Klimawandel wirksam begegnen zu können. Zum anderen gibt es einen großen Bedarf an Flächen für bezahlbaren Wohnraum, Gewerbegebieten, Straßen und Freiflächen-PV. Es sollte deshalb wie folgt vorgegangen werden:
   • Es sollten keine neuen Straßen gebaut werden. Ausnahme: In neuen Gewerbe- und Wohngebieten.
   • Der Wohnungsbau sollte sich ausschließlich auf den Mietwohnungsbau im Kontext bezahlbares Wohnen beschränken.
   • Der Wohnungsbau sollte nur auf bereits versiegelten Flächen stattfinden (wie z. B. das VION Gelände).
   • Flächenkreislaufwirtschaft: Und wenn doch neue Flächen versiegelt werden, dann sollte dass nur im 1:1 Austausch mit zu entsiegelnden Flächen vorgenommen werden soll.

Innenentwicklung vor Außenentwicklung. Die Bebauung des ehemaligen Vion-Geländes muss zügig vorangetrieben werden.

Die Entsiegelung ist bei Projekten, wie der anstehenden Sanierung der Innenstadt, mitzudenken. 

Die Linke setzt auf effiziente Flächennutzung, Entsiegelung, neue Grünflächen und kluge Stadtplanung, damit Wunstorf nachhaltig wachsen kann.
1. Innenentwicklung und neue Baugebiete
Wo es möglich ist, sollen leerstehende Gebäude und Brachflächen genutzt werden. Bei Neubauprojekten auf der „grünen Wiese“ muss die Fläche so effizient wie möglich, z.B. durch Mehrfamilienhäuser und/oder mehrgeschossig, genutzt werden.
2. Entsiegelung und Grünflächen
Alte Parkplätze, Industriebrachen oder ungenutzte Höfe sollen entsiegelt und begrünt werden, um das Stadtklima zu verbessern.
3. Planung und Vorgaben
Bebauungspläne können höhere Dichte, Begrünungspflichten und Ausgleichsmaßnahmen vorschreiben.
4. Förderung und Technologie
Bund, Land und die Stadt Wunstorf sollen Entsiegelung, Dach- und Fassadenbegrünung finanziell unterstützen. Moderne Techniken wie wasserdurchlässige Beläge und multifunktionale Flächen sollen eingesetzt werden.

2. Bürgermeisterkandidaten

Carsten Piellusch Fläche ist endlich. Die Nutzungen zwischen Erholungsraum, Landwirtschaft, Wohnen und Gewerbe müssen gut ausbalanciert werden. Deshalb gilt: Bedarfsgerechte Innenentwicklung vor Außenentwicklung. Brachflächen, Leerstände und Nachverdichtung haben in Ortsteilen und Kernstadt Vorrang vor neuer Versiegelung von Außenbereichsflächen. Ich setze auf den Umbau bestehender Gebäude, Nachnutzung leerstehender Flächen und kluge, bedarfsgerechte Quartiersentwicklung. Ein wichtiges Projekt ist dabei die Entwicklung des sog. ehemaligen „Vion“-Geländes zu einem neuen Wohnquartier mit 300 bis 400 Wohneinheiten. Auch studentisches Wohnen kann an diesem Standort möglich werden.  
Wunstorf soll wachsen, aber bedarfsgerecht, verantwortungsvoll und flächenschonend.  
Martin Pavel Hier ist die Antwort eindeutig: Baulücken und Brachflächen (z. B. VION) bebauen und dann erst neue Flächen versiegeln. Wenn neue Flächen versiegelt werden, müssen wir entsiegeln. Das ist möglich, wir machen es nur zu selten und sind nicht mutig, neue Wege zu gehen. Übrigens, klare Haltung der CDU: Keine Versieglung auf dem Jahnplatz.
URL: https://stiftskirche-wunstorf.de/wahlpruefsteine-7-flaecheninanspruchnahme<br>
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